Montag, 8. Januar 2024

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Ein Hauch von Honecker: Habecks bizarre Droh-Rede an die Bauern!

  • Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat am Montagmorgen ein Video-Statement zu den Bauernprotesten veröffentlicht. 
  • Habeck findet kein Wort der Sympathie für die verzweifelten Landwirte.
  • Stattdessen warnt er vor Rechtsradikalen, Putin-Kampagnen und unterstellt den Protestlern „Umsturzfantasien“. 

„Diese Republik ist der beste Staat, den Deutschland je hatte. Wir müssen für sie einstehen. Seien wir solidarisch, als Demokratinnen und Demokraten und in diesem Sinne patriotisch. In dieser Woche und in den nächsten, in dieser Zeit.“

Wer sich wehrt, ist verkehrt? 

Die Worte, die Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zu den Protesten verzweifelter Bauern findet, die seit heute durch die Republik rollen: Sie sind verstörend und fernab jeder Realität. Während er die Bundesrepublik und damit seine eigene Regierung als die beste in der Geschichte bezeichnet, sind für Habeck alle, die sich gegen deren schlechte Politik wehren, demokratiefeindliche Umstürzler. Ein Regierungsmitglied diffamiert Regierungskritiker – Honecker hätte es kaum totalitärer hinbekommen.Schauen Sie hier:

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Die Leute haben Habeck und die Regierung satt

Habeck behauptet, die Proteste würden „vereinnahmt“, er spricht von kursierenden Aufrufen zur Gewalt, angeblichen „Umsturzfantasien“ und „völkisch-nationalistischen Symbolen“, die offen gezeigt würden. „Der Bauernverband betont immer wieder, dass er friedlich demonstrieren will. Die Erfahrung der letzten Demonstrationen zeigt allerdings, dass das nicht bei allen ankommt.“ 

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Er warnt: „Wenn an Traktoren Galgen hängen, wenn Traktor-Kolonnen zu privaten Häusern fahren, dann ist eine Grenze überschritten. Wer die Demokratie zersetzen will, muss dafür mit den Mitteln des Rechtsstaats zur Rechenschaft gezogen werden.“

Habecks Framing ist dabei ein allzu bekanntes Vorgehen aus der Corona-Zeit: Einzelne grenzüberschreitende Vorkommnisse, die immer zu verurteilen sind, aber in praktisch jeder Protestbewegung zu finden sind, werden zum sinngebenden Element hochstilisiert.

Habeck findet, dass der „schwankende Weltmarkt“ Schuld ist – und nicht die verfehlte Politik der Ampel-Regierung.
Habeck findet, dass der „schwankende Weltmarkt“ Schuld ist – und nicht die verfehlte Politik der Ampel-Regierung.

Schuld sind „Preisdruck durch Discounter“ und der „schwankende Weltmarkt“

Die Probleme der Bauern redet er hingegen klein: „Natürlich will man an Subventionen festhalten.“ Er selbst, erklärt Habeck, habe in seiner Zeit als Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein „viele Gespräche mit Bauern geführt“. Nicht die verfehlte Politik der Ampel-Regierung sei verantwortlich für deren Sorgen und Nöte, sondern der „Preisdruck durch Discounter“ und der „schwankende Weltmarkt“.

Und: „Es wird sichtbar, dass in den letzten Jahren etwas ins Rutschen geraten ist, das den legitimen demokratischen Protest und die freie Meinungsäußerung entgrenzt. Sodass nun auch zuvor Unsagbares legitimiert erscheint.“

Die Bauern protestieren. Habeck redet von demokratiefeindlichen Umstürzlern.

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